Zahnfleischprobleme
Wie pflege ich richtig?
Sie leiden an einer Zahnfleischentzündung (Gingivitis) oder an einer Entzündung des Zahnhalteapparates (Parodontitis)? Putzen Sie richtig und helfen so Ihrem Zahnarzt bei seiner Therapie. Wir zeigen, wie´s geht. Zahnärztliche Therapiemaßnahmen bei Gingivitis und Parodontitis können nur dann erfolgreich sein, wenn Sie auch zuhause putzend unterstützen. Verlassen Sie sich nicht allein auf die medizinische Betreeung Ihres Zahnarztes, sondern helfen Sie ihm, in dem Sie Ihre Zahnbürste richtig einzusetzen wissen. Übernehmen Sie selbst die Verantwortung für Ihre Mundhygiene und machen Sie das konsequent: Nur so können Sie, begleitet von regelmäßigen Kontrolluntersuchungen, einen Schutz vor erneuten Entzündungen mit einem Fortschreiten des Verlusts vo Knochen und Bindegewebe erzielen.
Die richtige Technik macht den Unterschied
Eine wichtige Basis für die Gesunderhaltung des Zahnfleisches ist die gründliche mechanische Plaque-Entfernung, also das tägliche Zähneputzen, bei der täglichen Mundhygiene. Die Plaque-Entfernung ist umso bedeutender, wenn das Zahnfleisch bereits entzündet ist und besonderer Schonung bedarf. Denn der Entzündungsprozess kann sich auf den Zahnhalteapparat ausdehnen und so zu einer Parodontitis führen. Viele Gingivitis- und Parodontitis-Patienten wenden jedoch eine ungeeignete Zahnbürste und Zahnputztechnik an.
Empfehlenswert bei Zahnfleischproblemen ist die so genannte Bass-Technik, mit der auch der Zahnfleischsaum gründlich gereinigt wird. Dabei wird die Zahnbürste im 45° Winkel an das Zahnfleisch und die Zähne angelegt. Die Borsten werden leicht gegen Zähne und Zahnfleisch gedrückt. Es werden kleine, kreisende Hin- und Herbewegungen von einer halben Zahnbreite durchgeführt. So werden die Zahnbeläge gelockert und gründlich, aber auch schonend entfernt. Pro Zahnabschnitt sollten mindestens 10 kreisende Bewegungen ausgeführt werden. Danach sollte überlappend zum nächsten Abschnitt übergegangen werden. Hinter den Frontzähnen wird die Zahnbürste senkrecht gestellt. Auch hier werden kleine kreisende Bewegungen durchgeführt. Die Zähne sollten systematisch gereinigt werden: zuerst die Außenflächen, dann die Rück- oder Innenflächen und zuletzt die Kauflächen.
Zur Entfernung aller Plaquereste sollten die Zähne 2–3x täglich nach den Mahlzeiten für mindestens 2–3 Minuten geputzt werden. Selbstverständlich sollte zusätzlich auch eine tägliche Interdentalraumreinigung mittels Zahnseide, Interdentalbürsten oder Zahnhölzern durchgeführt werden.
Die perfekte Zahnbürste
Welche Rolle spielt die Zahnbürste in der Mundhygiene bei Gingivitis und Parodontitis? In bester Absicht, eine gründliche und perfekte Zahnreinigung zu erzielen, verwenden viele Patienten eine ungeeignete Zahnbürste. Insbesondere Zahnbürsten mit harten Borsten und eine horizontale „Schrubb-Bewegung“ mit zu starkem Anpressdruck können zu Verletzungen an Zahnfleisch und Zähnen führen. Zahnputzschäden werden jedoch nicht nur durch zu harte Zahnbürsten-Borsten verursacht, sondern auch durch Zahnpasten mit einer hohen Schmirgelwirkung (angegeben mit dem sog. RDA-Wert), zu lange Putzdauer
und regelmäßiges Zähneputzen mit zu hohem Putzdruck. Gingivitis- und Parodontitis-Patienten benötigen eine problemorientierte Lösung, die dem gereizten und entzündeten Zahnfleisch Rechnung trägt, zum anderen aber auch die täglichen Mundhygienegewohnheiten berücksichtigt und fördert – mit anderen Worten: eine Kombination, die aus Zahnpasta, Zahnbürste und eventuell Mundspül-Lösung (z. B. mit Aminfluorid/Zinnfluorid) besteht, die sich optimal ergänzen.
(Quelle: www.zahngesundheit-aktuell.de; GABA GmbH)





