Zahn-ABC

  1. Abrasion

    Mechanischer Abtrag von Zahnhartsubstanz (Schmelz, Dentin).

  2. Allergie

    Heftige Reaktion gegen bestimmte Stoffe, die eigentlich für den Menschen harmlos sind (z. B. Hausstaub, Pollen, Tierhaare, aber auch Aromabestandteile wie Menthol oder Konservierungsstoffe).

  3. Amalgam

    Füllungsmaterial für kariöse Zahnschäden, die so weit fortgeschritten sind, dass sie der Zahnarzt aufbohren und füllen muss. Amalgam wird seit Jahrzehnten eingesetzt, hat sich bewährt und ist kostengünstig. Immer wieder werden jedoch Diskussionen wegen der Freisetzung von Quecksilber geführt.

  4. Aminfluorid

    Spezielle organische Fluoridverbindung in den elmex Kariesschutz Präparaten. Sie mineralisiert und schützt die Zähne besonders wirksam und sorgt so für optimalen Kariesschutz. Wissenschaftliche Studien beweisen die Wirksamkeit der Aminfluoride. Durch ihre spezielle chemische Struktur (Netzmittel) lagern sie sich besonders schnell und gut an den Zähnen an und fördern die Ausbildung einer fluoridhaltigen Schicht. Diese schützt den Zahn bei Säureangriffen. Gleichzeitig kann der Speichel - und mit ihm das Aminfluorid - auch enge Zahnzwischenräume und Grübchen der Backenzähne besser erreichen. Gerade an solchen schlecht zugänglichen Orten beginnt Karies besonders oft.

  5. Approximalkaries

    Karies im Zahnzwischenraum. Tritt wegen der oft vernachlässigten Reinigung der Zahnzwischenräume sehr häufig auf. Schutz bietet eine regelmäßige Reinigung der Zahnzwischenräume, vor allem unter Anwendung aminfluoridhaltiger Produkte. Aminfluoride bilden auf allen Zahnoberflächen eine Deckschicht, die vor Säureangriffen schützt.

  6. Baby-Tee-Karies

    Bei regelmäßigem Nuckeln von zuckerhaltigen Getränken (z.B. Fertigtees für Säuglinge oder Fruchtsäfte) werden die Zähne ständig von dieser zuckerhaltigen Flüssigkeit umspült. Damit erhalten die säurebildenden Bakterien in der Mundhöhle laufend neue Nahrung. Dies führt zu schwersten Zahnschäden, auch als Zuckertee-Karies oder Saugerflaschen-Karies (nursing bottle caries) bezeichnet. Der zahnärztliche Fachbegriff ist „frühkindliche Karies“ oder „Early childhood caries (ECC)“.

  7. Bakterien

    Kleinstlebewesen = Mikroorganismen. In der Mundhöhle lebende Bakterien bilden mit der Zeit fest haftende Beläge (Plaque), die bei Zuckerzufuhr ständig Säure produzieren und so zu Zahnschäden (Karies) führen. Stoffwechselprodukte dieser Plaquebakterien können auch zu Entzündungen des Zahnfleisches führen.

  8. Bass-Technik

    Eine Zahnputztechnik für Erwachsene, bei der die Bürste schräg (45° Winkel) am Zahnfleischsaum angesetzt und mit kleinen, rüttelnden Bewegungen über die Zähne geführt wird. So werden Zähne und Zahnfleischsaum gut gereinigt. Die Auswahl der angemessenen Zahnputztechnik sowie eine entsprechende Unterweisung sollte individuell in der zahnärztlichen Praxis erfolgen.

  9. Bleichen von Zähnen (Bleaching, Tooth Whitening)

    Aufhellung von Zähnen mit chemischen Methoden. Das Bleichen von Zähnen soll unter zahnärztlicher Aufsicht geschehen, um die Schädigung von Zähnen und Zahnfleisch zu vermeiden. Eine anschließende Fluoridierung (z.B. mit höher konzentriertem elmex gelée) härtet den Zahnschmelz nach dem Bleichprozess.

  10. Bluten des Zahnfleisches

    Wichtigstes Anzeichen einer Zahnfleischentzündung: Das Zahnfleisch blutet, tut aber meist nicht weh. Damit die Entzündung ausheilen und das Bluten abklingen kann, müssen die bakteriellen Beläge vor allem am Zahnfleischsaum möglichst vollständig beseitigt werden, am besten mit einer weichen und sanften Zahnbürste wie z.B. der meridol Zahnbürste mit ihren mikrofeinen Borstenenden. meridol Zahnpasta fördert bei regelmäßiger Anwendung spürbar die Regeneration von gereiztem Zahnfleisch. meridol Mundspül-Lösung schützt wirksam vor Gingivitis, Parodontitis und fördert eine gesunde Mundflora.

  11. Borsten

    Die Borsten einer Zahnbürste sollten generell aus Kunststoff sein, da Naturborsten leicht brechen und die scharfen Bruchkanten das Zahnfleisch verletzen können. Die Kunststoff-Borsten sollten eine gute Endabrundung aufweisen oder konisch zulaufen, um Verletzungen von Zähnen und Zahnfleisch zu vermeiden. Harte Borsten können Schäden an der Zahnhartsubstanz verursachen. Aus diesem Grund sind weiche bis mittelweiche Borsten empfehlenswert.

  12. Dentalhygieniker/in

    Speziell ausgebildete Fachkraft, die in der zahnärztlichen Praxis vor allem in der Behandlung und der Betreuung von Parodontitis-Patienten tätig ist. Eine weitere zentrale Aufgabe ist die Aufklärung von Patienten über korrekte Mundhygiene mit dem Ziel oraler Gesundheit.

  13. Dentin

    Zahnbein. Hauptmasse des Zahns; umschließt das Zahnmark. Im Bereich der Zahnkrone wird das Dentin vom Zahnschmelz bedeckt, im Zahnhalsbereich vom Zement und dem Zahnfleisch. Dentin ist weicher als Zahnschmelz, daher ist freiliegendes Dentin besonders empfindlich gegen Abrasion und Säureangriffe.

  14. Dentinkanälchen

    Dentin hat feine Kanälchen, die Reize an den Zahnnerv leiten können. Bei freiliegenden Zahnhälsen ist das Dentin nicht von Schmelz oder Zahnfleisch bedeckt. Die Eingänge zu den Dentinkanälchen liegen offen. Äußere Reize wie Heißes, Kaltes, Süßes, Saures oder Berührungen führen zu Schmerzempfinden.

  15. Desensibilisierung

    Linderung des Schmerzempfindens bei freiliegenden Zahnhälsen (siehe auch Dentinkanälchen). 

  16. DMF-T/DMF-S Index, dmf-t/dmf-s-Index

    Maßzahl für die Kariesschäden einer Person. Zahl der kariösen (decayed), fehlenden (missing) und gefüllten (filled) Zähne (teeth) bzw. Zahnflächen (surfaces). Kleinbuchstaben bezeichnen Milchzähne.

  17. Ernährung

    Karies entsteht durch Bakterien. Dabei spielt Zucker eine wichtige Rolle. Die Belagsbakterien bauen Zucker ab und produzieren dabei Säuren, die den Zahnschmelz angreifen. Ob raffinierte Zucker, Rohrzucker oder Honig, macht dabei keinen Unterschied. Jedoch ist nicht die Zuckermenge allein entscheidend, sondern vor allem die Häufigkeit des Verzehrs: je öfter Zucker, desto schädlicher. Ein Verzicht auf Zucker ist illusorisch und auch nicht nötig. Vielmehr sollte man mit den süßen Lebensmitteln bewusst umgehen:

    • Süßgetränke enthalten bis zu 100 g Zucker in 1 Liter. Werden sie immer wieder in kleinen Schlücken genossen, ist die Gefahr besonders hoch. Wasser oder ungesüßter Tee sind dagegen ideale Durstlöscher.     
    • Ungezuckerte Zwischenmahlzeiten (Gemüse, Früchte, Käse, Brot) sind besser als Süßgebäck, Schokolade, Dörrobst.           
    • Nach dem Verzehr von Bananen mit Wasser oder einer fluoridhaltigen Spülung den Mund gut spülen.           
    • Süßes in Form von Desserts zu den Hauptmahlzeiten essen, danach Zähne putzen.           
    • Für zwischendurch zahnschonende Süßigkeiten wählen. Diese Genussmittel tragen das Zahnmännchen-Symbol.           
    • Light bedeutet nicht zuckerfrei oder gar zahnschonend. Lightprodukte sind lediglich kalorienvermindert. Auf die Inhaltsstoffe achten!       
    • Zuckerbewusstsein entwickeln. Viele unserer Nahrungsmittel und Getränke weisen versteckten Zucker auf. Produktdeklarationen lesen. Auch hinter so unterschiedlichen Bezeichnungen wie Saccharose, Glukose, Glukosesirup, Fruktose, Maltose, Malzextrakt verbergen sich Zucker, die Karies auslösen können. Inhaltsstoffe, die vorne in der Inhaltsstoffliste stehen, sind in der höchsten Konzentration enthalten.

     

     

  18. Filamente

    Fachbegriff für Borsten einer Zahnbürste. Die Borsten einer Zahnbürste sollten generell aus Kunststoff sein, da Naturborsten leicht brechen und die scharfen Bruchkanten das Zahnfleisch verletzen können. Die Kunststoff-Borsten sollten eine gute Endabrundung aufweisen oder konisch zulaufen, um Verletzungen von Zähnen und Zahnfleisch zu vermeiden. Harte Borsten können Schäden an der Zahnhartsubstanz verursachen. Aus diesem Grund sind weiche bis mittelweiche Borsten empfehlenswert.

  19. Fluorid

    Wichtigstes Element der Kariesprophylaxe. Fluoride in Mund- und Zahnpflegemitteln erfüllen drei wichtige Funktionen für die Erhaltung der Zahngesundheit:       

    • Sie fördern die Wiedereinlagerung von Schmelzbestandteilen in den Zahn und verhindern dadurch die Entstehung von behandlungsbedürftigen "Löchern". Ein unter der Zahnoberfläche beginnender Schaden kann durch Fluoridanwendung vollständig geheilt werden.     
    • Bakterien im Zahnbelag (Plaque) wandeln Zuckerbestandteile der Nahrung in Säuren um, die den Zahnschmelz auflösen. Fluoride werden in den Zahnschmelz eingelagert und machen ihn so widerstandsfähiger gegen diese Säureangriffe.     
    • Aminfluoride hemmen zudem den Stoffwechsel dieser Plaquebakterien und reduzieren so die Säureproduktion.
  20. Fluorose

    Erkrankung, die durch langfristige Überdosierung von Fluorid vor dem Zahndurchbruch entsteht. Ihre mildeste Ausprägung sind weißliche Linien oder Flecken auf dem Zahnschmelz. An den bleibenden Zähnen entstehen sie, wenn bis zum Alter von 6-8 Jahren regelmäßig zu hohe Fluoridmengen aufgenommen werden. Da Kleinkinder regelmäßig einen Teil der Zahnpasta verschlucken, sollte bis zu diesem Alter eine Kinder-Zahnpasta mit reduziertem Fluoridgehalt (bis 500 ppm) verwendet werden. Alle Fluoridierungsmaßnahmen (Salz, Tabletten etc.) sollten mit dem Zahnarzt besprochen werden.

  21. Freiliegende Zahnhälse

    Normalerweise wird der Zahnhals vom Zahnfleisch geschützt. Wenn das Zahnfleisch zurückgeht liegt das Zahnbein (Dentin) frei. Dentin ist weicher als der harte Zahnschmelz und deshalb anfälliger für Zahnhalskaries und Abrasion. Zudem ist es von vielen, feinen Kanälchen, den so genannten Reizleiterkanälchen, durchzogen. Sie leiten äußere Reite, wie heiß, kalt, süß, sauer oder Berührungen an den Zahnnerv weiter. Die spürbare Folge: schmerzempfindliche Zähne.
    Hauptursachen für freiliegende Zahnhälse sind vor allem Zahnfleischverletzungen durch zu harte Zahnbürsten, zu hohen Putzdruck oder falsche Putztechnik, Rückgang des Zahnfleisches und Absplittern des Zahnschmelzes durch Zähneknirschen.

  22. Füllung

    Wenn die Zahnschmelzdecke über einer entkalkten Stelle einbricht, ist der kariöse Schaden so weit fortgeschritten, dass er nicht mehr durch Fluoridanwendung repariert (remineralisiert) werden kann. Das „Loch“ muss gefüllt werden. Hierfür werden unterschiedlichste Materialien verwendet. Man unterscheidet metallfarbene Materialien (z. B. Gold, Amalgam) und zahnfarbene Materialien (z. B. Komposite, Kompomere, Keramik).

  23. Hidden Caries

    Versteckte, unterminierende Karies. Karies, die an der Zahnoberfläche nicht zu sehen ist, sich aber unterhalb der Oberfläche schon relativ weit ausgedehnt hat, vor allem an den Kauflächen der Backenzähne. Diese Art der Karies kann nur mit Hilfe von Röntgenaufnahmen festgestellt werden.

  24. Halitosis

    Mundgeruch, oft bedingt durch mangelhafte Mundpflege, tief zerstörte Zähne oder Entzündungsprozesse in der Mundhöhle. Mundgeruch kann aber auch durch mundferne Prozesse (Magen- und Darmkrankheiten, Bronchitis, Nieren- und Blasenleiden etc.) ausgelöst werden; dies ist allerdings selten. Bei häufigem oder starken Mundgeruch sollte der Zahnarzt konsultiert werden.

  25. Initialkaries

    Erstes Kariesstadium, bei dem nur Schäden unterhalb der Zahnschmelzoberfläche vorhanden sind. Äußere Anzeichen sind weißliche Flecken (Kreideflecke) auf dem Schmelz. Eine sichere Diagnose kann nur vom Zahnarzt und mit Röntgenaufnahmen erbracht werden. Initialkaries ist oft heilbar durch verbesserte Mundhygiene und regelmäßige Fluoridanwendung.

  26. Interdental

    Zwischen den Zähnen.

  27. Interdentalraumreinigung

    Gezielte Entfernung der bakteriellen Zahnbeläge zwischen den Zähnen; je nach Weite des Zwischenraums mit Zahnseide, Zahnhölzern, Zahnzwischenraumbürsten oder Floss.

  28. Karies

    Viele Mikroorganismen in der Mundhöhle ernähren sich von leicht verwertbaren Substanzen - vor allem von Zucker. Dabei scheiden sie Stoffwechselprodukte (Säuren) aus, die den Zahnschmelz angreifen und entkalken (demineralisieren). Als Folge entsteht zuerst unter der noch intakten Schmelzoberfläche eine entkalkte Stelle (Kreidefleck/Initialläsion). Schreitet die Entkalkung weiter voran, bricht die Schmelzoberfläche ein - ein Loch, "Karies", ist entstanden.

  29. Kariesprophylaxe

    Maßnahmen zur Verhütung von Karies. Als wirkungsvollste Vorsorgemaßnahme haben sich in den letzten Jahrzehnten die Fluoride in Zahnpasten erwiesen. Weitere kariesprophylaktische Maßnahmen sind regelmäßige Mundhygiene, gesunde Ernährung und regelmäßige zahnärztliche Vorsorgeuntersuchungen.

     

  30. Kaugummi

    Das Kauen von Kaugummi – möglichst natürlich ohne Zucker und mit dem Zahnmännchen-Symbol – nach dem Essen fördert den Speichelfluss und hilft so, zahnschädigende Säuren im Mund rascher zu neutralisieren. Kaugummikauen ersetzt allerdings keinesfalls das Zähneputzen, da vorhandene Zahnbeläge dadurch nicht entfernt werden.

  31. Keilförmige Defekte

    Kerben im Zahnschmelz, die durch falsche Putztechnik (meist horizontale Putzbewegungen (Schrubben) mit zu hohem Bürstendruck) oder durch die Anwendung zu abrasiver Zahnpasten / zu harter Bürsten entstehen.

     

  32. Kreidefleck

    Erstes Kariesstadium, bei dem nur Schäden unterhalb der Zahnschmelzoberfläche vorhanden sind. Äußere Anzeichen sind weißliche Flecken (Kreideflecke) auf dem Schmelz. Eine sichere Diagnose kann nur vom Zahnarzt und mit Röntgenaufnahmen erbracht werden. Initialkaries ist oft heilbar durch verbesserte Mundhygiene und regelmäßige Fluoridanwendung.

  33. Lactobacillus acidophilus

    Milchsäurebakterium. Neben Streptokokkus mutans hauptverantwortlich für Karies.

  34. Läsion

    Verletzung, Störung. Kariöse Läsionen werden umgangssprachlich als "Löcher" im Zahn bezeichnet.

  35. Milchzähne

    Erste Bezahnung aus insgesamt 20 Zähnen, deren Durchbruch im 6. - 7. Lebensmonat beginnt. Die Milchzähne werden zwischen dem 6. und 12. Lebensjahr durch bleibende Zähne ersetzt und ergänzt. Sie dienen bis zu diesem Zeitpunkt als Platzhalter für die bleibenden Zähne und sollten deshalb möglichst gesund bleiben, bis sie durch die bleibenden Zähne ersetzt werden.

  36. Molaren

    Mahlzähne; bleibende, große, mehrhöckerige Backenzähne. Die ersten Molaren (Sechsjahrmolaren) brechen etwa im 6. Lebensjahr hinter den Milchmolaren in die Mundhöhle durch. Sie sind - zusammen mit den bleibenden Schneidezähnen - die ersten bleibenden Zähne in der Mundhöhle, werden allerdings häufig „übersehen“. Etwa im 12. Lebensjahr brechen die zweiten Molaren in die Mundhöhle durch, evtl. erst im Erwachsenenalter die Weisheitszähne. Mit dem Durchbruch der Sechsjahrmolaren (also etwa mit Beginn der Schulzeit) sollte die Kinderzahnpasta durch eine Erwachsenen mit höherem Fluoridgehalt ersetzt werden

  37. Mundgeruch

    Oft bedingt durch mangelhafte Mundpflege, tief zerstörte Zähne oder Entzündungsprozesse in der Mundhöhle. Mundgeruch kann aber auch durch mundferne Prozesse (Magen- und Darmkrankheiten, Bronchitis, Nieren- und Blasenleiden etc.) ausgelöst werden; dies ist allerdings selten. Bei häufigem oder starkem Mundgeruch sollte der Zahnarzt konsultiert werden.

  38. Mundhygiene

    Maßnahmen zur Entfernung von Speiseresten und bakteriellen Zahnbelägen aus der Mundhöhle. Hilfsmittel für die häusliche Mundhygiene sind Zahnbürsten, Zahnpasten, Zahn- oder Mundspül-Lösungen, Zahnseide, Zahnhölzer und Zahnzwischenraumbürsten.

    (Quelle: GABA GmbH, Lörrach)

  39. Mundtrockenheit

    Mangel an Speichelfluss bis zur vollständigen Mundtrockenheit (Xerostomie). Kann als Begleiterscheinung von Erkrankungen auftreten, aber auch durch Medikamente, wie z.B. orale Antidiabetika, blutdrucksenkende Mittel und Psychopharmaka, hervorgerufen werden oder durch Bestrahlung der Speicheldrüsen entstehen. Weil die Remineralisation der Zahnhartsubstanzen durch den Speichel eingeschränkt ist oder ganz fehlt, zeigen Patienten mit reduziertem Speichelfluss - bei entsprechender Ernährung - einen so rapiden Karieszuwachs, dass nur eine besonders intensive prophylaktische Betreuung eine völlige Zerstörung des Gebisses verhindern kann.

  40. Natriumfluorid

    Natriumfluorid ist ein anorganisches Salz, dessen kariesprophylaktische Wirkung in den dreißiger Jahren des 20. Jahrhunderts entdeckt wurde. Mit Calciumsalzen bildet es schnell schwerlösliches Calciumfluorid. Natriumfluorid wird unter anderem in Zahnpflegemitteln eingesetzt.

  41. Netzmittel

    Natürliche oder synthetische Stoffe, die die Oberflächenspannung des Wassers herabsetzen, so dass sie die Oberflächen fester Körper benetzen können. Netzmittel – auch Tenside genannt - haben einen hydrophoben (wasserfeindlichen) und einen hydrophilen (wasserfreundlichen) Molekülteil. Sie sind grenzflächenaktiv, d. h. sie reichern sich an Grenzflächen an.
    In Zahnpasten werden Netzmittel eingesetzt, weil sie die schnelle und vollständige Auflösung und Verteilung der Zahnpasta in der Mundhöhle fördern. Sie unterstützen die mechanische Zahnbelagsentfernung und verhindern die Wiederanlagerung der abgelösten Beläge. Netzmittel bilden beim Putzen Schaum, der von den Anwendern als angenehm empfunden wird. Da sie in die Mundhöhle gelangen und verschluckt werden können, müssen sie schleimhautverträglich und auch toxikologisch unbedenklich sein.

  42. Olaflur

    Spezielle Fluoridverbindung in den elmex Präparaten. Das Aminfluorid Olaflur mineralisiert und schützt die Zähne besonders effektiv und sorgt für wirksamen Kariesschutz. Durch seine spezielle chemische Struktur (Netzmittel) lagert sich Olaflur besonders schnell und gut auf allen Zahnoberflächen an und fördert die Ausbildung einer fluoridhaltigen Schutzschicht. Diese schützt den Zahn bei Säureangriffen sehr wirksam. Gleichzeitig kann der Speichel – und mit ihm das Fluorid – auch enge Zahnzwischenräume und Grübchen der Backenzähne besser erreichen. Gerade an solchen schlecht zugänglichen Orten beginnt Karies besonders oft.

  43. Parodontitis

    Entzündliche Zerstörung des Zahnhalteapparates (Parodontium). Unbehandelt führt eine Parodontitis zu Zahnlockerung und schließlich zum Zahnverlust. Sie geht einher mit dem Auftreten bestimmter Bakterien im Zahnbelag. Im Gegensatz zur Gingivitis (Zahnfleischentzündung) sind die Parodontitis-Schäden nicht völlig reparabel. Allerdings kann das Fortschreiten der Krankheit durch professionelle Belagsentfernung, regelmäßige zahnärztlichen Kontrollen und gute häusliche Mundhygiene verlangsamt werden.

    (Quelle: GABA GmbH, Lörrach)

  44. Parodontose

    Früher fälschlicherweise für Gingivitis (Zahnfleischentzündung) verwendeter Begriff. Korrekt verwendet, meint Parodontose eine entzündungsfreie Rückbildung des Zahnhalteapparates. Im Gegensatz werden entzündlichen Prozesse durch die Endung –itis gekennzeichnet.

    (Quelle: GABA GmbH, Lörrach)

  45. Pellikel

    Schmelzoberhäutchen. Unsichtbarer permanenter, dünner Überzug der Zähne, der vorwiegend aus Speichelbestandteilen besteht.

  46. pH-Wert in der Mundhöhle

    Der pH-Wert in der Mundhöhle wird normalerweise vom pH-Wert des Speichels bestimmt. Dieser bewegt sich um den Neutralpunkt von pH = 7,0 (Normalbereich pH = 6,0 - 7,5). Wird den Bakterien in den Zahnbelägen Zucker zugeführt, so bauen sie diesen unter Energiegewinn zu Säuren ab. Dann sinkt der Wert in der Mundhöhle ab. Liegt er unter pH = 5,5, überwiegt die Demineralisation (Auflösung) des Zahnschmelzes gegenüber der Remineralisation (Einbau von Mineralstoffen). Addieren sich viele solcher Säureangriffe, ohne dass ausreichend Zeit für Reparaturprozesse zur Verfügung steht, so kommt es zu Karies.

  47. Plaque

    Zäher Belag, der sich auf den Zahnoberflächen, vor allem in den Fissuren der Backenzähne in den Zahnzwischenräumen und entlang dem Zahnfleischrand festsetzt. Plaque besteht zum größten Teil aus Bakterien. In 1 mg nasser Plaque findet man ca. 250 Millionen Bakterien. In einem Milligramm Nassgewicht Plaque befinden sich etwa 100 bis 300 Millionen (100.000.000 bis 300.000.000) Keime. Sie sind so klein, dass man sie nur mikroskopisch erkennen kann.

  48. ppm

    Englische Abkürzung für parts per million; Konzentrationsangabe für die Verdünnung von eins zu einer Million. Üblich z. B. für die Beschreibung des Fluoridgehalts in Zahnpasten. Während Kinderzahnpasten einen reduzierten Fluoridgehalt von 500 ppm aufweisen sollten, enthalten Zahnpasten für Erwachsene 1000 bis 1500 ppm Fluorid.

  49. Prämolaren

    Vordere, bleibende Backenzähne mit jeweils zwei Kauhöckern. Die 8 Prämolaren ersetzen die 8 Milchmolaren des Milchgebisses. Sie brechen bis zum 12. Lebensjahr in die Mundhöhle durch.

  50. Prophylaxe

    Verhütung von Krankheiten, vorbeugende Behandlung. Beispiel Fluoridprophylaxe = Vorbeugung von Zahnkaries durch Anwendung von Fluoriden, z.B. durch lokale Anwendung von fluoridhaltigen Zahnpasten, Mundspül-Lösungen und Karies-Schutzmedizinpräparaten.

  51. Prophylaxeassistentin

    Speziell für Prophylaxeaufgaben fortgebildete Mitarbeiterin des Zahnarztes.

  52. Putzkörper

    Putzkörper sind ein wichtiger Bestandteil von Zahnpasten (Gehalt in der Zahnpasta 15 – 50 %). In der Regel sind Putzkörper wasserunlösliche, Stoffe. Putzkörper sollen den Zahnbelag mechanisch entfernen, ohne den Zahnschmelz und, bei freiliegenden Zahnhälsen, das weichere freiliegende Dentin durch Abrasion zu schädigen. Das Abrasionsverhalten hängt von der Härte, der Korngröße und der Oberflächenstruktur des Putzkörpers ab. Zahnpasten für Patienten mit freiliegenden Zahnhälsen müssen besonders schonende Putzkörper enthalten.

  53. Putztechnik, -systematik

    Zahnreinigung ist nur effektiv, wenn sie nach einer gleichbleibenden, auf die jeweilige Person angepassten Systematik erfolgt.
    Eine Basismethode für Kleinkinder (ab 2 bis 3 Jahren) stellt die KAI-Systematik dar, bei der zuerst die Kauflächen, dann die Außen- und schließlich die Innenflächen gereinigt werden.
    Eine Basistechnik für Erwachsene ist z. B. die "Bass-Methode", bei der die Bürste schräg (45° Winkel) am Zahnfleischsaum angesetzt und mit kleinen, rüttelnden Bewegungen über die Zähne geführt wird. So werden Zähne und Zahnfleischsaum gut gereinigt. Die Auswahl der angemessenen Zahnputztechnik sowie eine entsprechende Unterweisung sollte individuell in der zahnärztlichen Praxis erfolgen.

  54. Schmelzoberhäutchen

    Pellikel. Unsichtbarer permanenter, dünner Überzug der Zähne, der vorwiegend aus Speichelbestandteilen besteht.

  55. Schneidezähne

    Schaufel- oder meißelförmige Vorderzähne, die zum Abbeißen dienen. Die 8 Milchschneidezähne werden etwa im Alter von 6 Jahren durch 8 bleibende Schneidezähne ersetzt.

  56. Schwangerschaft und Zahnfleischentzündung (Gingivitis)

    Das Risiko, an einer Zahnfleischentzündung zu erkranken, ist in der Schwangerschaft deutlich erhöht: nahezu alle schwangeren Frauen entwickeln eine Form der Schwangerschafts-Gingivitis. Der Grund dafür ist die Veränderung verschiedener Hormonspiegel im Körper während der Schwangerschaft. Durch die erhöhte Progesteronkonzentration werden die Gefäße des Zahnfleisches und der Mundschleimhaut erweitert und das Gewebe durchlässiger für die von den Plaque-Bakterien produzierten Giftstoffe. Diese erhöhte Durchlässigkeit des Zahnfleisches ist verantwortlich dafür, dass während der Schwangerschaft bereits geringe Plaquemengen im Bereich des Zahnfleischsaumes zu Entzündungen führen können. Um die Zahnfleischentzündung und ein Fortschreiten des Prozesses zu vermeiden, ist es wichtig auf die Alarmsignale zu achten: Gerötetes und geschwollenes Zahnfleisch, Zahnfleischbluten und Mundgeruch.

  57. Sekundärkaries

    Karies, die sich am Rand einer Füllung bildet. Sie entsteht, wenn sich am Rand einer Füllung feine Spalten befinden, in denen Belagsbakterien gut anhaften können.

  58. Sorbit

    Zuckerersatzstoff; etwa halb so süß wie Haushaltszucker. Als „Sionon“ süß schmeckender Zuckerersatz für Diabetiker; löst praktisch keine Karies aus. Kann in größeren Mengen zu Durchfällen führen.

  59. Speicheltests

    Nachweis und zahlenmäßige Bestimmung von Kariesbakterien im Speichel und Untersuchung der Fließrate und Pufferkapazität des Speichels. Speicheltests können die Bestimmung des individuellen Kariesrisikos ergänzen.

  60. Stomatitis

    Entzündung der Mundschleimhaut, die sich durch oft kaum erkennbare Rötungen, Schwellungen und evtl. bräunlich abwischbare Beläge auszeichnet. Im Gegensatz zu den chronischen Entzündungen sind akute Mundschleimhautentzündungen äußerst schmerzhaft.

  61. Streptococcus mutans

    Bakterienart, die maßgeblich an der Kariesentstehung beteiligt ist. Hauptbestandteil der Plaque.

  62. subgingival

    Unterhalb des Zahnfleischsaumes gelegen.

  63. supragingival

    Oberhalb des Zahnfleischsaumes gelegen.

  64. Unterminierende Karies

    Karies, die an der Zahnoberfläche nicht zu sehen ist, sich aber unterhalb der Oberfläche schon relativ weit ausgedehnt hat, vor allem an den Kauflächen der Backenzähne. Diese Art der Karies kann nur mit Hilfe von Röntgenaufnahmen festgestellt werden.

  65. Verborgene Karies

    Karies, die an der Zahnoberfläche nicht zu sehen ist, sich aber unterhalb der Oberfläche schon relativ weit ausgedehnt hat, vor allem an den Kauflächen der Backenzähne. Diese Art der Karies kann nur mit Hilfe von Röntgenaufnahmen festgestellt werden.

  66. Verfärbte Zähne

    Die Zähne sind von einem unsichtbaren, dünnen Überzug bedeckt (Schmelzoberhäutchen / Pellikel). Hier können körperfremde Farbstoffe eingelagert werden und zu Verfärbungen führen. Diese Farbstoffe stammen meist aus der Nahrung (aus Früchten, gefärbten Lebensmitteln, Tee, Kaffee, Rotwein etc.) und aus Tabakwaren (Teer). Gute Mundhygiene und/oder professionelle Zahnreinigung beim Zahnarzt verhindern bzw. beseitigen Verfärbungen.

  67. Versiegelung

    Aus den Fissuren (enge Spalten) auf den Kauflächen der Backenzähne lassen sich bakterielle Zahnbeläge oft nur schwer entfernen. Hier entsteht häufig Karies. Bei der Fissurenversiegelung werden diese Spalten mit Kunststoff ausgefüllt. Die Ansiedlung von Zahnbelägen wird so verhindert. Gleichzeitig sind diese Bereiche dann leichter zu putzen. Frisch durchgebrochene Zähne sind besonders kariesempfindlich. Deshalb ist die Fissurenversiegelung vor allem wichtig bei Kindern und Jugendlichen.

  68. Zahn

    Zähne gehören zusammen mit den Knochen zum Hartgewebe des Menschen. Sie dienen hauptsächlich der Nahrungszerkleinerung. Jeder Zahn besteht aus Krone (über dem Zahnfleisch) und Wurzel (unterhalb des Zahnfleisches). Den Übergang nennt man Zahnhals. Die Wurzelspitzen sind offen; Blut und Nervenbahnen führen durch die Wurzelkanäle in die Zahnhöhle hinein und bilden das Zahnmark (Pulpa), das von Zahnbein (Dentin) umschlossen ist. Im Kronenteil wird das Zahnbein (Dentin) vom Zahnschmelz überdeckt, der härtesten Substanz unseres Körpers. Er ist jedoch empfindlich gegen Säureangriffe.
    Zähne stehen im sogenannten Zahnhalteapparat, auch Zahnbett (Parodont) genannt. Es besteht aus Zahnfleisch (Gingiva), knöchernem Zahnfach (Alveole), Wurzelhaut oder Faserapparat (Desmodont) und Zahnzement. Der Zahn ist nicht fest mit dem Knochen verwachsen, sondern mit Hilfe des Faserapparates im Zahnfach (Alveole) elastisch aufgehängt. Dadurch wird verhindert, dass der Zahn bricht, wenn wir z.B. auf ein Steinchen in der Nahrung beißen.

Das Zahn-ABC entstand mit freundlicher Unterstützung der GABA GmbH, Lörrach.

Zahnpflege leicht gemacht

Von der richtigen Putztechnik bis hin zu den richtigen Pflegemitteln. Alles was Sie wissen müssen.

Zahnvorsorge

Krank durch kranke Zähne? Ja, das geht. Neben dem Zähne putzen zu Hause ist die Vorsorgeuntersuchung ebenso unerlässlich wie die professionelle Zahnreinigung.

Zahnbürsten-ABC

Grundstein für Ihre Zahngesundheit: die tägliche Zahnreinigung.